VLADA HAUSER

 

Biographie

Die junge Künstlerin Vlada Hauser wurde 1978 in Lemberg (Ukraine) geboren und lebt heute in Neustadt an der Weinstraße. Bis 1992 besuchte sie in Lemberg die Kunstschule und studierte anschließend ebenda an der Staatlichen Universität Architektur und Innenarchitektur. 2001 kam sie nach Deutschland und arbeitete als Innenarchitektin und Designerin in Ludwigshafen. Seit 2008 ist sie freiberufliche Künstlerin und entfaltet seitdem ihre vielseitigen Talente. In ihrer klassischen Malerei zeigt sie neben Landschaften vor allem Menschen, meist als Akt oder Porträt. Darüber hinaus macht sie Body-Art, dreht Videos und leitet eine freie Kunstschule für Kinder und Jugendliche.

Kontraste

Vlada Hauser präsentiert in ihrer Serie Kontraste eine sehr feinfühlige Malerei, die von sinnlichen Wesen erzählt. Die an große Holzschnitte erinnernden Bilder inszenieren den dramatischsten aller Kontraste: Schwarz-Weiß. Weiß sind die makellosen Frauenakte, die durch den dunklen Hintergrund effektvoll ins Licht gerückt werden. So erscheinen sie noch nackter, schutzloser, verletzbarer. Das Schwarz dahinter und drum herum ist ein abstrakter, geheimnisvoller Raum. Er wird zur Projektionsfläche für Ängste, Bedrohungen und dunkle Geheimnisse. In einem Bild nimmt das Schwarz sogar Gestalt an, wird zu einer unverkennbar männlichen Silhouette, die wie einst der unheilvolle Erlkönig Hand anlegen will.
Diese Hand lässt deutlich an Egon Schiele denken. Die Künstlerin selbst benennt die Meister des Wiener Jugendstils als Vorbilder. Auch ein Henri Matisse ließe sich anführen. Vlada Hausers Betonung der Linien ist typisch für die Kunst um 1900, die selbst von japanischen Holzschnitten beeinflusst wurde. Hier wie da dominiert eine zweidimensionale Komposition, die die Linie zu ornamentalen Konturen figuriert, die in den erotischen Rundungen des weiblichen Körpers lebendig werden.
Dr. Dietmar Schuth, Kunsthistoriker, Heidelberghttp://www.art-felicia.li/wp-admin/upload.php